Mittwoch, 1. Januar 2014

Weltenbummler-Challenge 2014

Mein Blog ist klein, mein Blog ist fein,
drum muss er unbedingt in eine Challenge rein!

Und das war aus der Kategorie "Reim dich oder ich fress dich"!
Auf meiner Reise durch diverse Bücherblogs bin ich auf diese Challenge gestoßen und es drängt mich einfach sie mitzumachen. Ich bin schon wirklich gespannt wohin mich die Weltenbummler-Challenge von Wörterkatze hinführen wird und vielleicht habt ihr ja Lust mich zu begleiten.

Ihr wollt zur Challengeseite von Wörterkatze?
Einfach auf das Bild klicken!
Bereits in den vergangenen zwei Jahren hat mir die “Weltenbummler”-Challenge viel Spaß gemacht und ich habe mir nun gedacht, dass ich nun die Challenge weiter zu führen. Wer mit machen möchte, kann sich hier gerne anmelden und auch das Foto gerne mit nehmen.
Die Regeln:
  • Dauer: 01.01.2014 – 31.12.2014
  • Anmeldung spätestens bis zum 28.02.2014
  • Bereist werden kann jedes Land der Erde (auch Deutschland)
  • Für jeden “ersten” Besuch eines Landes gibt es 5 Punkte
  • Sonderfall Deutschland für den “ersten” Besuch gibt es 3 Punkte
  • Für jeden weiteren Besuch eines Landes gibt es 3 Punkte, für Deutschland 1 Punkt
  • Für jedes 10. bereiste Land gibt es 10 Punkte extra, für jeden 15. Besuch des selben Landes gibt es ebenfalls 10 Punkte extra
  • Für den Besuch aller Kontinente (Nord-Mittel-Amerika, Südamerika, Afrika, Europa, Asien, Australien) mit jeweils 2 Ländern gibt es 20 Punkte extra
  • Es gibt keine Bonusländer
  • Fantasyländer zählen nicht, bei Dystopien zählt nur das Land, wenn es eindeutig ist, wo die Vision spielt
  • Kurzgeschichten zählen nicht einzeln, aber ein kompletter Kurzgeschichtenband wird gezählt
  • Es zählt der Handlungsort des Buches und nicht der Autor
  • Bei mehrfach bereisten Ländern in einem Buch, zählt das Land in dem das Buch anteilsmäßig am häufigsten spielt
  • Nachtrag: Großbritannien zählt als ein Land egal ob Wales, Nordirland, Schottland oder England der Handlungsort ist.
Es besteht keine Meldpflicht der Punkte, ich schaue zum jeweils beendeten Quartal auf eure Challenge-Seite und erstelle dann eine Liste mit euren Erfolgen. Es zählen alle gelesenen Bücher des Jahres 2014 (auch Re-Reads).

Rezension - "Ein plötzlicher Todesfall" von J.K. Rowling


Klappentext

Als Barry Fairbrother mit Anfang vierzig plötzlich stirbt, sind die Einwohner von Pagford geschockt. Denn auf den ersten Blick ist die englische Kleinstadt mit ihrem hübschen Marktplatz und der alten Kirche ein verträumtes und friedliches Idyll, dem Aufregung fremd ist. Doch der Schein trügt. Hinter der malerischen Fassade liegt die Stadt im Krieg. Krieg zwischen arm und reich, zwischen Kindern und ihren Eltern, zwischen Frauen und ihren Ehemännern, zwischen Lehrern und ihren Schülern. Und das Barrys Sitz im Gemeinderat nun frei wird, schafft den Nährboden für den größten Krieg, den die Stadt je erlebt hat.Wer wird als Sieger aus der Wahl hervor gehen - einer Wahl, die voller Leidenschaft, Doppelzüngigkeit und unerwarteter Offenbarungen steckt?

Buchdaten

Verlag: Carlsen
Seiten: 576
ISBN: 3551588880
Erscheinungsdatum: 27.09.2012

Meine Meinung

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich mit meiner Rezension anfangen soll! Das Buch hat mich wahrscheinlich einige Nerven gekostet und ist mitunter der Grund, warum ich mich so lange mit einer Rezension zurück gehalten habe.
Aber gehen wir zurück auf Anfang! Ich muss vorweg sagen, dass ich etwas anderes von dem Buch erwartet hatte, hinsichtlich seines Genres. Durch irgendeine Eingebung, war ich fest der Meinung, dass es sich bei "Ein plötzlicher Todesfall" um einen Krimi handelt. Tja, dass passiert, wenn man bei Büchern weder den Klappentext liest, noch sich sonst irgendwo informiert. Ich habe aber bald meinen Denkfehler bemerkt und konnte nicht sagen, dass es mich gestört hätte. Ich bevorzuge kein bestimmtes Genre, deshalb bin ich dahingehend eher flexibel.

Nun beginnt die Geschichte durchaus turbulent, denn Barry Fairbrother, Ehemann, Trainer des Ruderteams der Schule und engagiertes Mitglied des Gemeinderates stirbt eines plötzlichen Todes. Dieses Ereignis führt in der englischen Kleinstadt Pagford zu einem regelrechten Drama, denn scheint die Kleinstadt nach außen friedlich, tobt im Inneren ein Kampf. Fast scheint es als wäre es ein Jeder gegen Jeden, eine Intrige jagt die nächste und macht auch vor den Jugendlichen des Städtchens nicht halt. Dabei werden schlimme Geheimnisse aufgedeckt, aber noch mehr vor den Mitmenschen verheimlicht.
Dabei ist der Geist von Barry Fairbrother allgegenwärtig.

Ja, im kurzen klingt die Geschichte spannend und die Spannung kann ich ihr auch nicht absprechen. In jeder Sekunde des Buches wartet man darauf, dass ein neues Geheimnis aufgedeckt wird und meist ist es schlimmer als das voran gegangene. Dennoch, die Geschichte ist und bleibt schwach.
Zugegeben, nach "Harry Potter" ist die Erwartungshaltung an J.K. Rowling hoch, so mal "Ein plötzlicher Todesfall" ihr erstes Buch war, welches an Erwachsene gerichtet war. Ich selbst war fest davon überzeugt, dass es mich, ebenso wie "Harry Potter" vom Stuhl hauen würde. Das ich am Ende mehrmals kurz davor war das Buch abzubrechen, damit habe ich nicht gerechnet.

Mein Problem war vor allem die nichtssagende, bzw. doch sehr klischeehafte Story. Da ist diese Kleinstadt, alles sieht prächtig aus, aber hinter der Fassade... ohhhh weia. Das kenne ich doch irgendwoher, ach ja, ich war ja ein glühender Fan der "Desperate Housewifes". Da waren auch die schmutzigen Geheimnisse die es auf irgendeinem Weg in die Öffentlichkeit geschafft haben. Diese Geheimnisse werden von so vielen Protagonisten getragen, dass ich in den ersten 100 Seiten wirklich Probleme hatte auch nur einen wieder zuerkennen. Was wirklich schade ist, denn eigentlich waren es gerade diese Geheimnisse, die mich eigentlich dazu gebracht haben das Buch weiter zu lesen.
Der Rest der Story ist dann doch eher nichts sagend und ich habe mich zeitweise wirklich gefragt, was mich so ein blöder Gemeinderat mit seinen Problemen interessiert.

Schließlich und was mich wohl am meisten gestört hat war, dass das Buch weder einen ordentlichen Anfang noch ein Ende hatte. Gut mit dem Anfang kann ich leben, bei vielen Geschichten wird man einfach so hinein geworfen. Meist kommt man sehr schnell rein und kann an die Geschichte anschließen, dass ist auch bei "Ein plötzlicher Todesfall" so. Das ein wirkliches Ende fehlt finde ich viel problematischer! Schließlich sitzt man am Ende da und denkt, 'Wie das wars? Warum die ganze Geschichte drumherum? Was ist denn nun mit allen?'
Ja man wird bei Frau Rowling mal ganz glatt in der Luft hängen gelassen und das ist sehr, sehr unbefriedigend.

Aber um die Geschichte nicht nur zu verreißen, sprachlich hat mir die Geschichte sehr gefallen. Wie schon in "Harry Potter" zeigt J.K. Rowling großes Geschick im Umgang mit Wörtern. Man liest sie gern, die Geschichte ist wunderbar flüssig erzählt und die Charaktere sind toll beschrieben. Da sieht man einen wohlbeleibten Howard Mollison sofort vor seinem geistigen Auge auferstehen.
Leider ist dies wohl die einzige positive Bilanz die ich von dem Buch ziehen kann.

Mein Fazit

Hätte ich für das Jahr 2013 schon eine Rangliste erstellt und das schlechteste Buch des Jahres gekürt, dann wäre "Ein plötzlicher Todesfall" auf dem ersten Platz. Ich habe mich regelrecht geärgert, dass ich meinem Drang nicht nachgegeben habe das Buch abzubrechen. Die Story ist flach und klischeebesetzt und man erwartete von J.K. Rowling einfach mehr. 

Alles in allem, schade, aber vielleicht hätte Frau Rowling bei Fantasyromanen bleiben sollen, denn die liegen ihr eindeutig mehr!

Von mir gibt es...

Happy new year



Hallo meine Lieben,
das neue Jahr hat begonnen und eigentlich wollte ich das Jahr 2013 noch mit einer Rezension beenden, aber Silvestervorbereitungen und die Tatsache, dass ich mich verdammt schwer mit meinem letzten Buch getan habe, schulden nun den Fakt, dass erst jetzt ein neuer Eintrag kommt.

Aber ich labere und labere... als erstes wünsche ich euch allen ein gesundes und tolles Jahr 2014! Mögen sich all eure Wünsche, Träume und Vorsätze erfüllen. Ich für meinen Teil gehe ja an jedes Jahr optimistisch heran, natürlich gibt es auch... drücken wir es mal ordentlich aus... blöde Tage, aber meistens läuft das Leben doch ganz gut.
Vorsätze habe ich für dieses Jahr keine, man hält sie doch irgendwie eh nicht ein! Deswegen nehme ich mir erst gar nicht vor abzunehmen, mit dem Rauchen aufzuhören oder sonstiges. Ich ziehe es einfach durch! Vielleicht nehme ich mir meinen Blog als Vorsatz, ihn richtig hübsch zu machen, zu meiner zweiten kleinen Heimat und ich hoffe das das Jahr 2013 einige neue Leser, Bücher und Inspirationen beschert. Genügend Projekte, Bücher und Ideen habe ich ja.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, wenn ihr mit dabei seid und mich in meiner bunten Bücherwelt auch 2014 begleitet!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Rezension - "Die Pfanne brät nicht!" von Alice Diestel


Klappentext

Der Discounter - ein Irrenhaus! Der eine verbittet sich das Anfassen seines Toastbrots, ein anderer wählt vor dem Kühlregal seinen Käse mit Hilfe eines Pendels aus. Der Nächste möchte Waren umtauschen, die sich schon seit Jahren nicht mehr im Sortiment befinden. Und zu all diesen muss die Kassiererin immer schön freundlich sein, obwohl sie sie in den Wahnsinn treiben. Zeit für Alice Diestel, sich Luft zu machen: eine ebenso böse wie witzige Abrechnung mit dem merkwürdigen Verhalten von Otto Normalverbraucher beim Einkauf.

Buchdaten

Verlag: rororo
Seiten: 208
ISBN: 3499620454
Erscheinungsdatum: 01.07.2013

Meine Meinung

Wer kennt ihn nicht? Den guten alten Discounter an der Ecke! Wir alle waren dort schon einkaufen, haben uns über Schnäppchen gefreut oder darüber das unser heiß ersehnter Artikel ausverkauft war. Vielleicht hat sich auch der ein oder andere bereits über die viel zu langsame Kassiererin geärgert, aber hat auch nur einer unter uns sich schon mal gefragt, wie es auf der anderen Seite der Kasse aussieht? Ob wir nicht die unmöglichen Menschen sind, die den Kassiererinnen das Leben schwer machen?
Auf diese Fragen findet nun Alice Diestels Buch "Die Pfanne brät nicht" eine Antwort!

Das Buch sticht einem natürlich schon durch den Titel ins Auge und man fragt sich, ist der Einkaufstempel tatsächlich so ein Irrenhaus? Ja ist er, können wir alle aus eigener Erfahrung berichten, denn wer hatte noch nicht so seine ein oder andere Begebenheit an die er mit Kopfschütteln oder einem Lächeln denkt. 
Alice Diestel erzählt aber nun in gebündelter Form von dem Wahnsinn im Discounter. Ohne den Namen des Ladens preis zu geben, er wird im Buch freundlich THEO genannt, berichtet sie von ihrem Leben als Kassiererin. Da gibt es von dem streitenden Ehepaar an der Kasse über geplatzte Milchtüten, inklusive Kundinnendusche über den Furz ins Gesicht, auch noch die großen und kleinen Pannen der Kunden und Kassiererinnen.

Ohne Witz, man findet sich selbst in dem Buch wieder, auch wenn es humorvoll und sympathisch geschrieben ist. Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich wieder erkennt und es treibt einem vielleicht sogar die Schamesröte ins Gesicht. Zwei persönliche Beispiele. So berichtet Alice Diestel von den Mamas, die ihren kleinen Kindern, die nix lieber wollen als zu Hause zu spielen, den ganzen Einkauf vorbeten. Sie über dieses und jenes ausfragen, was es denn zu Essen geben soll und wie das Tiramisu am besten zubereitet werden soll. 
JA, ich bin so eine Mama. Ich habe mich sofort wieder erkannt, denn auch ich schnattere die ganze Zeit auf meine 2-jährige Tochter ein und philosophiere mit ihr darüber, welche Milch wir heute wohl  lieber kaufen. Nein, peinlich ist mir das nicht, denn auch wenn mein Kind noch nichts davon versteht, so hört sie mir doch zu und mein Kommunikationsdrang ist für den Moment gestillt.
Viel peinlicher ist mir, dass ich eine ekelhafte Klischeedenkerin bin bzw. war. Denn sein wir mal ehrlich, wer von uns hatte noch nicht den Gedanken, dass die Dame dort hinter der Kasse es nur zu einem Hauptschulabschluss gebracht hat.

Ich entschuldige mich hier gleich mal für diese äußerst bescheuerte Denkweise und möchte einwerfen, dass es mir sowas von peinlich ist, denn Alice Diestel beweist, dass Kassierinnen keineswegs gerade so an den höheren Schulen vorbei geschrammt sind. 
Das merkt man sofort, denn ihre sprachliche Gewandtheit fällt auf und lässt einen nicht nur einmal Schmunzeln.

Doch vor allem sind es die vielen göttlichen Begebenheiten von denen Alice Diestel erzählt, die einem gerade zu die Lachtränen übers Gesicht laufen lassen. Manchmal mag man auch einfach nur mit dem Kopf schütteln und sich fragen, ob es wirklich solche Menschen auf der Welt gibt. 
Trotz all den, manchmal auch negativen Begebenheiten, merkt man schnell, die Autorin liebt ihre Arbeit und so macht es einfach nur wahnsinnigen Spaß dieses Buch zu lesen.

Mein Fazit

Absolut empfehlenswert! Mit einem unglaublichen Charme bringt Alice Diestel ihren Alltag herüber und nimmt einen mit in die Welt hinter der Schlange an der Kasse. Endlich versteht man die Kassiererin im Supermarkt um die Ecke besser, findet aber auch an sich selbst den ein oder anderen Fehler, den man ausmärzen könnte um es der guten Frau einfacher zu machen.

Ein dickes Lob für dieses Buch, wer seinen liebsten Buchfreunden ein lesenswertes Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen möchte, liegt mit diesem Buch goldrichtig!

Von mir gibt es!

            

Advent, Advent, das erste Lichtlein brennt

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Auch wenn der erste Advent nun schon fast vorüber ist, so möchte ich doch euch, eurer Familie und euren Liebsten einen wunderschönen 1. Advent wünschen. Ich hoffe ihr konntet ihn etwas besser als ich verbringen, denn bei mir hat sich eine fette Erkältung eingenistet, so dass ich Kaffee, Kekse und Stollen (den ich im übrigen sowieso nicht esse) gar nicht wirklich genießen konnte. Ich werde also heute noch ein bisschen Pflege meiner Selbst genießen und mich auf den 2. Advent freuen, denn dann bin ich garantiert wieder fit.

Habt noch einen schönen Abend, genießt die heimelige Atmosphäre der wundervollen Weihnachtszeit und vergesst morgen nicht das 2. Kästchen am Adventskalender zu öffnen.

Einen schönen 1. Advent wünscht euch

Debbie Dynamite

Freitag, 29. November 2013

Freitagsfüller am 29.11.2013



  1. Drei Dinge die ich am Advent liebe: den Weihnachtsmann, leuchtende Kinderaugen, mein gemütliches zu Hause!
  2. Letzte Nacht lag ich vor Zahnschmerzen platt auf der Couch!
  3. Es war beim Zahnarzt heute, zum Glück, nicht so schlimm wie erwartet!
  4. Meine Wohnung muss ich noch dekorieren und das mache ich entweder Samstag oder Sonntag!
  5. Gott sei Dank ist bald der Schmerz von letzter Nacht vergessen!
  6. Morgen werde ich perfekt die Küche belagern und Weihnachtsplätzchen backen!
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine schmerzfreie Nacht, morgen habe ich leider die schnöde Arbeit geplant und Sonntag möchte ich die Wohnung geschmückt und den Geist der Weihnacht im Haus haben!

Donnerstag, 28. November 2013

Rezension - "Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs


Klappentext

Die Insel. Die Kinder. Das Grauen. Bist du bereit für dieses Abenteuer? Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor - doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben - und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt...

Buchdaten

Verlag: PAN
Seiten: 416
ISBN: 3426283684
Originaltitel: Miss Peregrine's Home for Peculiar Children
Buchreihe: Ja
Erscheinungsdatum: 02.11.2011

Meine Meinung

Ja, es ist ein Buch, welches mit hauptsächlich durch seine Aufmachung angezogen hat. Ich habe es begonnen zu lesen ohne zu wissen, was darin passiert. Nur der Einband hat den Ausschlag gegeben, dass ich es angefangen habe zu lesen. Das kommt nur bei einer Hand voll Büchern vor, manchmal werde ich überrascht, manchmal werde ich enttäuscht!
Wie es bei "Die Insel der besonderen Kinder" ist, erfahrt ihr jetzt!

Die Aufmachung des Buches ist genial, das Titelbild, ein altes Bild mit einem schwebenden Mädchen, hat was ohne Zweifel. Auch die Geschichte startet verdammt stark!
Da ist der Junge Jacob, 15 Jahre alt, nicht besonderes, sein Leben ist das eines durchschnittlichen Jugendlichen und man kann fast behaupten, dass er sich in seinem Leben langweilt. Sein ganzes Leben wurde Jacob von den Geschichten seines Großvaters begleitet. Geschichten von einer Insel, auf der einst auf der Großvater lebte. Auf der Flucht vor den Nazis aus Polen strandete er auf der kleinen walisischen Insel, auf der sich ihm das Paradies auf Erden öffnete. Miss Peregrin leitete dort ein Heim für besondere Kinder, jedes einzelne mit einzigartigen Fähigkeiten und schuf den Kindern eine Zuflucht und ein zu Hause. Jacobs Großvater berichtet aber auch von Monstern, schwarze Monster, die ihn noch heute verfolgen und so ändert sich Jacobs Leben in dem Moment als sein Großvater von einem dieser Monster scheinbar umgebracht wird. Als verrückt abgestempelt versucht Jacob sich schlimmer Alpträume zu wehren, bis er auf die Fährte der geheimnisvollen Insel stößt.

Die ersten 100 Seiten des Buches haben mich tatsächlich sofort mitgerissen! Dabei fand ich vor allem die offensichtlichen Vergleiche beeindruckend. Schließlich war einem sofort klar, von was der Großvater sprach, wenn er die schwarzen Monster meinte. Als Flüchtling vor den Nazis, als jüdischer Junge, war mir sofort klar, dass die schwarzen Monster niemand anders als die Nazis sein konnten.
Leider ändert sich diese Sicht ab Mitte des Buches und das, wie ich finde, nicht zum Guten. Prinzipiell habe ich absolut kein Problem, wenn sich fantastisches mit Realität mischt oder wenn gar Fantasy-Einschläge durch kommen, aber im Hinblick auf den Tiefgang den das Buch anfänglich hatte, war es für mich eine Enttäuschung.
Wenn ich beide Teile des Buches, den realistischen und den surrealistischen trennen würde, dann könnte ich beiden Geschichten sogar etwas abgewinnen. Zusammen allerdings, finde ich, geht die Story nicht bzw. sie nehmen sich beide den Pepp.

Ein gutes Beispiel für die Mischung von realen und fantastischen Welten ist eindeutig "Harry Potter", dort hat es funktioniert. Dort nahm man es dem Autor ab, in "Die Insel der besonderen Kinder" blieb mir nur ein "och nein" im Kopf.

Ein weiteres, leider war mir das nicht bewusst, ist die Tatsache, dass das Buch einer Reihe angehört. Leider gibt es den zweiten Teil bisher noch nicht, so dass ich auch noch etwas enttäuscht vom Ende war. Allerdings möchte ich das nur nebenbei hinweisen und werde das nicht werten, höchstens als mein eigenes Versagen!
Was ich allerdings werten möchte, das Buch zieht sich leider etwas in die Länge. Als auf den letzten 45 Seiten endlich die Sache in Fahrt kam, dämmerte es mir langsam, dass entweder mein E-Reader eine Macke haben musste oder das Buch nicht allein auf diesem Erdball ist. Es ist wirklich schade, denn vielleicht hätte man mehr aus der Geschichte machen können, wenn man sich ein bisschen rangehalten hätte.

Ein riesiger Pluspunkt für das Buch ist die Illustration! Die Fotos die Ransom Riggs zusammengetragen hat um die besonderen Kinder zu zeigen sind allesamt echt und nur einige sind minimal nachbearbeitet. Es ist unglaublich und soetwas habe ich bisher in noch keinem Buch erlebt. Diese Fotos bringen einem die Kinder noch näher, was einigen aber auch das Bild in ihrem Kopf raubt. Für mich ist das kein Problem, deswegen war ich einfach nur begeistert.

Sprachlich kann ich wiederum überhaupt nicht über das Buch meckern. Es ist toll geschrieben, es ist auch spannend geschrieben und durch den Ich-Erzähler wird man auch sofort in die Geschichte gerissen. Man empfindet sofort Sympathie, wie auch Mitleid mit Jacob den ein solches Schicksal ereignet hat.

Mein Fazit

Schwierig, schwierig! Ich kann mich nicht durchringen dieses Buch wirklich schlecht zu finden, richtig gut gefallen hat es mir aber auch nicht. Es ist jedenfalls so gut, dass ich den zweiten Teil auf jeden Fall lesen will, denn wenn ich etwas anfange dann bringe ich es auch zu Ende.
Man muss die Geschichte mögen, aber ich denke nach wie vor es hätte dem Buch besser getan auf einem anderen Zweig weiter zu führen.

"Die Insel der besonderen Kinder" ist ein Liebhaberstück!

Deshalb gibt es von mir